Von Felicitas Schück 29.03.2019

„Geniale Projekte des Kreises stehen im Schaufenster“, sagt IHK-Effizienzmoderator Simon Scholl anlässlich der Eröffnung einer Wanderausstellung. Die zehn besten Unternehmen der Region in Sachen Energieeffienz werden präsentiert.

 

Günter Limberger (von links), Thorsten Hirt, FDP-Landtagsabgeordneter Daniel Karrais, Sylvia Engesser, Heinrich Engesser, Andre Baumann, Thomas Fiehn, Thomas Albiez, die Grünen-Landratsabgeordnete Martina Braun und Simon Scholl bei der Preisverleihung im Umweltzentrum Schwenningen. Foto: Schück Foto: Schwarzwälder Bote

 

Unter diesen zehn Projekten hat eine Jury drei Gewinner gewählt, die ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 6000 Euro erhalten. Dieser Preis, genannt topRUNNER Schwarzwald-Baar, wurde nun erstmals von der Kompetenzstelle Energieeffizienz Schwarzwald-Baar vergeben, und zwar an Unternehmen, die erfolgreich Energieeffizienzprojekte umgesetzt haben. IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez erklärte anlässlich der Feierstunde, dass die IHK schon lange das Thema Ökologie auf der Agenda habe. „Das Thema Energie ist keines, über das man grundsätzlich sprechen muss. Man braucht Energieeffizienz, um Zukunft zu gestalten.“ Der Mittelstand, so Albiez, könne über ein Quartal hinaus denken.

Innerhalb von zehn Jahren sei die Anzahl der Beschäftigten von 165 000 auf 203 000 gestiegen. Eine Steigerung um 30 000, „das muss man erst mal hinlegen“.

„Wir sind als Land in vielen Bereichen Vorbild, das zeigen die Preisträger, die wir auszeichnen“, erklärte Staatssekretär Andre Baumann (Grüne). Der Klimawandel bedrohe die Existenz. Allerdings kämen nur zwei Prozent der CO2-Emissionen aus Deutschland. Baden-Württemberg sei eine der wirtschaftsstärksten Regionen auf der Welt und zeige, dass die Energiewende mit der Wirtschaft möglich sei. Zusammen mit Kalifornien habe das Land ein Bündnis, das Klimaschutz und wirtschaftlicher Prosperität gelte. Am Beispiel der Spaichinger Firma Hewi zeigte Baumann, dass Energieeffizienz auch mit kleinen Beiträgen, in diesem Fall Muttern, möglich sei. „Wenn alle Unternehmen zeigen, das ist möglich, haben wir es geschafft“, sagte der Staatssekretär. Lob hatte er für die EU, von deren Zuschüssen die regionalen Kompetenzstellen Energieeffizienz profitieren. Zwölf Millionen Euro fließen von der EU in Projekte, drei Millionen vom Land und weitere zwei Millionen Euro von Trägerorganisationen. Unter den „zehn sehr guten Projekten“ hat die Fiehn Gebäudeautomation in Königsfeld-Erdmannsweiler mit ihrem Projekt den dritten Preis erreicht. Ein Altbau, die alte Schule, sei „super effizient“ saniert worden, erklärte Simon Scholl. Drastisch wurde der Energieverbrauch in dem Gebäude reduziert, bei einer Investition von 690 000 Euro. Geschäftsführer Thomas Fiehn erklärte: „Energieeffizienz war eigentlich schon immer unser Thema.“ Früher sei Komfort wichtig gewesen, heute Energieeffizienz. Ein „ambitionierter Neubau“ der auf Aufzüge spezialisierten Firma LiftTec in Donaueschingen wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Den 1. Platz belegte die Firma Engesser in Geisingen. „Das Thema Energie sparen zieht sich durch die ganze Firma durch“, erklärte Geschäftsführer Heinrich Engesser.

 

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