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Juni 2011

Der Bauherr -Zeitungsartikel Econo 06/11

der Bauherr

Heinrich Engesser erweitert sein Unternehmen. Das geschieht mit schöner Regelmäßigkeit. Und soll Fachkräfte sichern.

Routiniert faltet Heinrich Engesser die großformatigen Pläne auseinander: "Wir bauen im Schnitt alle drei Jahre. Da lernt man das", schmunzelt der Chef von Engesser Formenbau und Präzisionsfertigung. Jetzt ist es also wieder soweit. Ab Sommer entsteht auf dem Firmengelände in Geisingen ein 1400 Quadratmeter großer Anbau. Die Fläche vergrößert sich damit um gut 50 Prozent.

Rund zwei Millionen Euro investiert Engesser in die vom Geisinger Architekten Thomas Kreuzer entwickelte Holzkonstruktion samt Inneneinrichtung und "diversen Maschinen". Bereits Ende des Jahres will Engesser den Anbau in Beschlag nehmen: "Das ist machbar." Und notwendig.

Denn der Firmenchef will nicht bloß eine neue Halle. Er plant zugleich Umstrukturierungen des gesamten Geländes: In den Gebäuden bekommt unter anderem die Lehrwerkstatt mehr Platz. Und die Sozialbereiche werden aufgewertet. "Wir machen aus einer Laderampe eine Außenterasse für die Pausen", so Engesser. Angesichts des Fachkräftemangels zählt jedes Plus, zudem setzt der Firmenchef stärker auf eigenen Nachwuchs.

Denn Engesser hat mehr Arbeit als Mitarbeiter, 40 Prozent liegt der Umsatz über dem Vorjahr. Aktuell hat er deshalb zwei Ältere eingestellt. Engesser: "Die kennen sich zwar nicht mit CNC aus, aber ihre Erfahrung macht das wett. Da kommen die Jungen nicht mit."

Parallel zum Neubau wird das Außengelände aufpolliert. Allerdings nicht ganz freiwillig. "Die gesplittete Abwassergebühr zwingt uns zu Maßnahmen", erläutert der Firmenchef. Deshalb werdeb großzügigen Parkflächen teils zurückgebaut, Bäume gepflanz und ein Versickerungsbereich ist geplant.

Engesser hat das Unternehmen 1987 in einer Garage gegründet. 1992 bezog er einen ersten Standort, baute dort, bis auch die ltzte Ecke des Grundstücks ausgenutzt war. 2008 folgte der Umzug in ein bestehendes Gebäude. Engesser: "Hier haben wir auch noch Platz für weitere Bauten." Rechnerisch ist es 2014 wieder so weit.

Dirk Werner

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